ValpolicellaÖstlich vom Gardasee, in Norditalien findet sich das Valpolicella, von hier stammen unzählige köstliche Weine. Knackig weisser Soave; fröhlich heller Bardolino; fruchtig süffiger Valpolicella und kräftig würziger Amarone.
Verlässt man die Schnellstrasse steht man plötzlich mitten in Rebbergen, gesunde, meist hochstämmige Rebstöcke stehen stramm wie wackere Soldaten. Jede Parzelle ist umrahmt von einer Mauer. Die Dörfer sind klein, rustikal und wirken etwas verschlafen. Alte Frauen mit weissen Haaren, gebückt von einem arbeitsreichen Leben tragen ihre Einkäufe nach Hause. Lärmend fahren Traktoren vorbei. Von weitem bellt ein Hund.
Ausserhalb der Dörfer überall Wegweiser der Kellereien. Kaum zu glauben, dass hier die ganz grossen, berühmten Produzenten fast Tür an Tür wohnen. Die Kellereien sind modern, es riecht nach Alkohol, alles ist sehr sauber.
Besonders interessant ist die Zeit zwischen Ernte und Januar. Die besten Trauben lagern in kleinen Holzkistchen im gut durchlüfteten Dachboden. Daraus wird kräftiger, alkoholstarker Amarone entstehen. Ein ganz besonderer Duft liegt in der Luft. Grillen zirpen im trockenen Gras.
Auf unserer Reise haben wir die Kellerei Angelo Nicolis besucht. Aus Platzgründen stehen einige der Stahltanks draussen, während unten im kühlen Keller grosse Eichenfässer und Barriques gefüllt mit Ripasso und Amarone reifen.
Die Rebgärten schmiegen sich an den sanften Hügeln entlang und werden von der Sonne verwöhnt. Die Nähe des Gardasees ist auch hier deutlich spürbar. Ein leichter Wind macht die Hitze erträglich und sorgt auch im Winter für einen guten Ausgleich. Je nach Jahresverlauf kann bereits Anfang September mit der Traubenlese begonnen werden.
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